Kinderzeit
Kurz gesagt: Das Kind bekommt pro Tag eine feste Zeit für seine Apps. Ist sie um, gehen die Apps zu — auch ohne Netz. Erledigte Aufgaben füllen ein Sparbuch. Wer die Zeit vergibt, sieht den Tagesstand und kann über einen geteilten Zettel Zeit schenken, kürzen oder stoppen, egal wie weit weg.
Warum es das gibt
Apples Bildschirmzeit kann viel, aber sie kennt nur eine Familie am selben Ort und nur „mehr“ oder „weniger“. Kinderzeit ist für den Alltag gedacht, in dem die Person, die die Zeit vergibt, nicht im selben Haus wohnt — und in dem das Kind sich Zeit verdienen können soll, statt sie nur zugeteilt zu bekommen.
Was es tut
Zeittöpfe pro Tag
Ein allgemeiner Topf für alles und ein Deckel für Video. Welche Apps in welchen Topf gehören, wird direkt auf dem Kind-iPhone in Apples eigenem Auswähler festgelegt. Ist ein Topf leer, sperrt das System die Apps — Telefon, Nachrichten, Karten und alles auf der Liste „immer erlaubt“ bleiben offen. Der Notruf geht immer.
Sparbuch
Wer seine Aufgaben aus der Checkliste im Zettel erledigt, spart Minuten an. Das Sparbuch hat einen Deckel, und pro Tag lässt sich nur ein Teil abheben — so wird aus einer guten Woche kein Wochenende am Bildschirm.
Zeit schenken aus der Ferne
Über den Chat eines geteilten Zettels reichen kurze Nachrichten wie +30, Stopp, Frei oder Reisetag. Das Kind-iPhone antwortet mit dem neuen Stand. Befehle nimmt es nur von Personen an, die es selbst vorher ausgewählt hat — hinter einer vierstelligen Zahl, die nur die Person kennt, die die Zeit vergibt.
Nachtruhe und „im Zweifel zu“
Nachts ist alles zu außer der Liste „immer erlaubt“. Und wer das Handy in den Flugmodus schaltet, um einer Strafe zu entgehen, hat davon nichts: Meldet sich das Gerät zu lange nicht, fallen die Töpfe auf null.
Was es nicht tut
- Es liest nicht mit. Welche Apps das Kind wie lange nutzt, weiß nur Apples Bildschirmzeit. Zettelkram bekommt davon nur versiegelte Marken, die es weder lesen noch übertragen kann.
- Es überwacht nicht. Kein Standort, keine Nachrichten, keine Fotos. Kinderzeit kennt nur Minuten.
- Es lässt sich nicht von irgendwem steuern. Jemanden zum Chat hinzuzufügen gibt ihm keine Befehlsrechte. Die Erlaubnis vergibt nur das Kind-iPhone selbst.
- Es hat keine Hintertür. Der Zettel, über den die Befehle laufen, ist Ende-zu-Ende verschlüsselt. Der Server sieht Chiffretext.
Voraussetzungen
- Ein iPhone mit einem Kinder- oder Jugendkonto in der Familienfreigabe (Apple gibt die Bildschirmzeit-Schnittstelle nur dafür frei).
- Zettelkram auf dem Kind-iPhone und auf dem Gerät der Person, die die Zeit vergibt — iPhone, iPad oder Mac.
- Ein geteilter Zettel zwischen beiden.
So richtet man es ein
Beim ersten Öffnen fragt Zettelkram, für wen das iPhone ist. Auf dem Kind-iPhone führt der Assistent durch fünf Schritte: Bildschirmzeit erlauben, „immer erlaubt“ füllen, Zeittöpfe und Apps festlegen, auswählen, wer Zeit schenken darf, scharf schalten. Auf dem anderen Gerät bleibt nur, den Zettel zu teilen — den Rest entscheidet das Kind-iPhone.